Die Entscheidung ist gefallen: Die Deutsche Telekom hat den Zuschlag der öffentlichen Ausschreibung für den Markt Vestenbergsgreuth bekommen. Ab April 2017 können rund 140 Haushalte in den Ortsteilen Dutendorf, Frickenhöchstadt, Hermersdorf, Oberwinterbach und Ochsenschenkel Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit/s (Megabit pro Sekunde) nutzen. Die Telekom wird dafür rund 27 Kilometer Glasfaser verlegen und 5 Multifunktionsgehäuse aufstellen oder mit neuer Technik ausstatten. Das Netz wird dann so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind. Der Markt Vestenbergsgreuth und die Telekom haben dazu gestern den Vertrag unterschrieben.
„So ermöglichen wir unseren Bürgerinnen und Bürgern Dank neuer Förderrichtlinien des Freistaates in Kürze eine weitere Verbesserung beim schnellen Internet und damit einen wichtigen Schritt in die digitale Zukunft. Bisher noch bestehende Defizite zum vorhandenem Netz werden ausgeglichen“, erklärt Helmut Lottes, Erster Bürgermeister des Marktes Vestenbergsgreuth. „Für Familien, Arbeitnehmer mit Home Office, Selbstständige und unsere Unternehmen bringt höheres Tempo enorme Vorteile. Schnelles Internet ist ein wichtiger Standortvorteil, der sich auch positiv auf den Wert einer Immobilie auswirkt.
Die Kosten für diesen Ausbauschritt beziffern sich auf rund 350.000 €. Nach Abzug der 60prozentigen Förderung bleiben immer noch 140.000 € übrig, die die Gemeinde selbst aufwenden muss. „Wir wollen aber möglichst allen, auch den kleineren Ortsteilen und allen Bürgern gleichwertige Infrastrukturbedingungen schaffen. Deshalb ist es uns das auch wert!“ – spricht Bürgermeister Helmut Lottes im Namen des gesamten Gemeinderates.
„Wir danken der Kommune für das entgegengebrachte Vertrauen und werden das Projekt zügig umsetzen“, sagt Klaus Neuendank, zuständiger Account Manager der Telekom. „Wir versorgen die Ortsteile Dutendorf, Frickenhöchstadt, Hermersdorf, Oberwinterbach und Ochsenschenkel mit moderner Internet-Technik und machen sie damit zukunftssicher.“
So läuft der Ausbau
Die Telekom steigt nun in die Feinplanung für den Ausbau ein. Parallel wird eine Tiefbau-Firma ausgewählt, Material bestellt und Baugenehmigungen eingeholt. Sobald alle Leitungen verlegt und Multifunktionsgehäuse aufgestellt sind, erfolgt die Anbindung ans Netz der Telekom. In der Regel können die Kunden bereits zwölf Monate nach Vertragsunterzeichnung die neuen Anschlüsse nutzen.
Wie die Technik funktioniert
VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line) ist eine Breitbandtechnologie. Diese nutzt für die Übertragung von Daten eine Kombination aus Kupfer- und Glasfaserleitungen. VDSL unterscheidet sich von DSL (Digital Subscriber Line) durch deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Mit VDSL wird derzeit eine Übertragungsrate von bis zu 50 Megabit pro Sekunde (MBit/s) beim Herunterladen erreicht. Ein DSL-Anschluss schafft bis zu 16 MBit/s.
Je näher die Glasfaserleitung an die Kundenanschlüsse heranreicht, desto höher ist das Tempo. Deshalb verlegt die Telekom jetzt Glasfaser bis in die Multifunktionsgehäuse (MFG), den großen grauen Kästen am Straßenrand, einer Art Mini-Vermittlungsstelle. Im MFG wird das Lichtsignal in ein elektronisches Signal gewandelt und über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen.
Dafür wird Bandbreite benötigt
Für das einfache Surfen, das Lesen von E-Mails und selbst für das Herunterladen von einzelnen Musiktiteln reichen DSL-Geschwindigkeiten. Mit VDSL ist mehr möglich: Telefonieren, Surfen und Fernsehen ist über diesen Anschluss gleichzeitig möglich. Die hohe Datenrate von VDSL verkürzt die Ladezeiten von Webseiten und Dokumenten erheblich und Streaming-Angebote von Musikanbietern und Videoportalen laufen ruckelfrei.